Bildnis der Doña Inés de Ayala y Mendoza. Juan de Olmedo (Toledo, um 1590 – Madrid, 1641). Öl auf Leinwand, 112 × 86 cm. Um 1632.
Das der Reifezeit des Künstlers zugeschriebene Werk steht in der Tradition des höfischen Repräsentationsbildnisses. Die Dargestellte, einer Nebenlinie des Geschlechts der Mendoza entstammend, ist in Dreiviertelansicht wiedergegeben, den Vorbildern der Madrider Bildnismalerei des ersten Drittels des 17. Jahrhunderts folgend, wobei die Behandlung der stofflichen Qualitäten der Gewänder – insbesondere des Guardainfante und der Spitzenkrause – die Kenntnis der am Hof verbreiteten flämischen Vorbilder seitens des Malers belegt. Die auf Erdtöne und Schwarz mit Akzenten von Zinnober beschränkte Palette sowie der pastose Farbauftrag in den Lichtpartien erlauben eine Verbindung zu den zwischen 1628 und 1635 dokumentierten Bildnissen. Die Restaurierung von 2019 brachte ein Pentimento im Bereich der linken Hand zutage, die ursprünglich einen nicht identifizierten Gegenstand hielt, der nachträglich vom Künstler selbst übermalt wurde. Provenienz: Privatsammlung; erworben 1987.